Das Selbstverständnis der WAZ Mediengruppe

„Nur wirtschaftlich unabhängige Zeitungen sind freie Zeitungen“

 

Der Gründer der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), Erich Brost, hatte ein klares Ziel vor Augen und eine Lizenz in der Hand. Was er und Mitgründer Jakob Funke nicht hatten, war Kapital. „Wir hatten nichts, absolut nichts. Alles, was wir hatten, war die Idee für eine Zeitung und die Kreditzusage der Bank“, schrieb der Gründungsherausgeber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung in seinen Erinnerungen.

 

Brost und Funke entschieden sich bewusst für die Herausgabe einer freien, unabhängigen Tageszeitung. Daraus resultierte die erfolgreichste Zeitungsneugründung Deutschlands.

 

Das Zurschautragen unternehmerischen Erfolgs kam den von Not und Entbehrungen geprägten WAZ-Verlegern Brost und Funke nie in den Sinn. Daraus entwickelte sich das gewachsene Selbstverständnis eines zielgerichteten effizienten Kapitaleinsatzes mit dem Ziel, die Redaktionen so auszustatten, dass sie frei und unabhängig arbeiten können.

 

„Nur wirtschaftlich unabhängige Zeitungen sind freie Zeitungen“, konstatiert Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe.

 

Das betrifft alle Redaktionen der zur WAZ Mediengruppe gehörenden Medien – auch in Südosteuropa. Dort richten sich die Zeitungen und Zeitschriften der WAZ Mediengruppe strikt nach den OSZE-Richtlinien für Pressefreiheit in Osteuropa, die bisher nur die WAZ Mediengruppe und die norwegische Orkla Media AS unterzeichnet haben.

 

Gesellschafterin Anneliese Brost im Interview

Anneliese Brost, Gesellschafterin der WAZ Mediengruppe, ist am 4. September 2010 90 Jahre alt geworden. Im Interview spricht sie über die Gründung der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) 1948, über Perspektiven der Medienbranche und Privates.

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