Beiträge und Reden von Bodo Hombach
Herzlichen Glückwunsch!
Als Schirmherr sprach Bodo Hombach bei der Verleihung des Deutschen Weiterbildungspreises 2011 im Haus der Technik am 2. Februar 2012 in Essen.
Bodo Hombach gratuliert in seiner Rede den Preisträgern und macht der jungen Generation Mut, auch weiterhin unkonventionelle Wege zu beschreiten. Hombach richtet seine Worte aber nicht allein an die Preisträger. Er ruft die Älteren auf, die junge Generation auf ihrem Weg nach Kräften zu unterstützen und sie zu ihren eigenen Zielen zu ermutigen. Der Weiterbildungspreis sei dafür ein wichtiges Element. Die Auszeichnung hänge die herausragenden Ideen der Preisträger „an die große Glocke“. Sie sei, so Hombach, eine Investition in die Zukunft.
Skandal und Justiz – Politische Relevanz und Veränderung
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 31. Januar 2012.
Bodo Hombach zeigt auf, wie Skandale dazu beitragen können, die Rahmenbedingungen des Gemeinwesens zu verändern. Anhand von historischen Beispielen skizziert Hombach, welche weit reichenden Auswirkungen vermeintlich regional oder thematisch begrenzte Skandale und Katastrophen haben können. So habe im Jahr 1755 das schwere Erdbeben in Portugal weit mehr als nur die Stadt Lissabon verwüstet. „Das Erdbeben löste in ganz Europa einen zweiten, einen intellektuellen Tsunami aus“, sagt Bodo Hombach. Die Katastrophe habe den geistigen Horizont Europas verändert – und dem Zeitalter der Aufklärung zum Durchbruch verholfen. Nicht jede Affäre sei laut Bodo Hombach geeignet, grundlegende Veränderungen einzuleiten. Drei Merkmale müssten, so Hombach, zusammenkommen: Erstens ein geeignetes Thema, zweitens ein auslösendes Ereignis – aber erst wenn, drittens, diese beiden Faktoren auch auf ein atmosphärisch förderliches Umfeld träfen, sei der Skandal geeignet, umfassende Änderungen in der Gesellschaft anzustoßen.
„Was macht eigentlich… die Zukunftskommission NRW 2025?“
Gastvortrag von Bodo Hombach im Rahmen des Seminars von Dr. Jürgen Rüttgers am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 24. Januar 2012.
Zuerst erinnert Bodo Hombach an Lord Ralf Dahrendorf, den damaligen Vorsitzenden der Zukunftskommission NRW 2025, der ihr „die wichtigsten Impulse“ gab. Bodo Hombach will nun die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe zum Thema „Medien“ in grundsätzlichere Überlegungen einbetten: Nach Habermas verbindet er das Prinzip „Öffentlichkeit“ mit den Begriffen „Öffentliche Meinung“ und „Publizität“, die für ein funktionierendes Verhältnis von Staat und Gesellschaft grundlegend seien. Die in den Medien und durch freie Presse realisierte Öffentlichkeit sei keine Veranstaltung für, sondern eine Veranstaltung der demokratischen Gesellschaft – dabei bedeute der Verzicht auf Publizität die Vernichtung von Errungenschaften, für die frühere Generationen gekämpft hätten. Eine neue Zukunftskommission müsse sich mit Blick auf die Entwicklungen im Internet verantwortungsbewusst mit Pionierarbeit in der neuen weltweiten Verständigungsgemeinschaft beschäftigen.
Skandal und Justiz – Der Staatsanwalt
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 24. Januar 2012.
Bodo Hombach thematisiert die Aufgaben und das Verhalten der Justiz im Umgang mit Skandalen. Sein Hinweis: „Zahlreiche Skandale, die in der Öffentlichkeit für große Aufregung und Empörung sorgen, sind juristisch überhaupt nicht relevant“. So werde etwa die Causa Wulff wohl kein gerichtliches Nachspiel haben, sie sei für das Nachdenken über Moral und politische Kultur aber von hohem Wert. An skandalösen Ereignissen schärfe sich das juristische Werkzeug. Die große Chance, die sich durch Skandalprozesse biete, liege darin, „die Grenze zwischen Paragraphen und den ungelösten Problemen der Gesellschaft und des Staates genauer als bisher zu definieren.“
Kooperation statt Kirchturmpolitik an Rhein und Ruhr?!
Begrüßung von Bodo Hombach zur Podiumsdiskussion zum Thema "Kooperation statt Kirchturmpolitik an Rhein und Ruhr?!" in Essen am 11. Januar 2012.
Bodo Hombach plädiert dafür, dass das Ruhrgebiet seine Chancen nutzt zusammenzuwachsen. Das Zauberwort sei: Kooperation. Am besten bringe man sich in einem gemeinsamen Wettbewerb gegenseitig voran: in nützlicher, beständiger und alltagstauglicher Partnerschaftlichkeit. Die Diskussions-Veranstaltung gibt den Startschuss zum Wettbewerb „Kooperation Ruhr“, der Kooperationen von Kommunen und Kreisen sowie von Vereinen, Verbänden und Bürgerinitiativen auszeichnet. Mehr als 300.000 Euro stellt die RAG-Stiftung für Preisgelder zur Verfügung.
Macht und Ohnmacht des politischen Journalismus
Keynote von Bodo Hombach bei der Tagung „Der Ort des politischen in der digitalen Medienwelt“ anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Deutschlandfunks in Köln am 6. Januar 2012.
Für Bodo Hombach ist der politische Journalismus dort mächtig, wo er seinen Daseinszweck erfüllt: der Macht ein kritisches Gegenüber bietet, Orientierung verschafft und Ideen aufgreift, deren Stunde gekommen ist. Entbehrlich und schädlich sei er, wo er sich seiner Verantwortung entziehe. Die elementare Macht, Verantwortung und Würde des politischen Journalisten sei es, nicht nur vorhandenen politischen Raum zu füllen, sondern ihn zu schaffen. Öffentlichkeit sei ein Raum, der erst durch Publizität entstehe, und wirksame Kritik der politischen Realität nur öffentlich möglich. Bodo Hombach unterscheidet dabei zwischen einer „Ersten Öffentlichkeit“ auf Straßen und Plätzen, einer „Zweiten“ hergestellt durch klassische Medien und einer „Dritten“, der virtuellen Öffentlichkeit im Internet. Diese mache es nötig, die Standards politischer und ethischer Organisation unserer Gesellschaft neu zu buchstabieren.
Der Phönix fliegt! Das Ruhrgebiet entwickelt sich neu.
Beiträge von Bodo Hombach beim wirtschaftspolitischen Symposium „Der Phönix fliegt!“ in der Essener Philharmonie am 20. Dezember 2011.
Zum wirtschaftspolitischen Symposium „Der Phönix fliegt!“ kamen am Dienstag, 20. Dezember, hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik nach Essen. Den ganzen Tag lang – beginnend mit einer Pressekonferenz über verschiedene Fachforen bis hin zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Abend – widmeten sie sich dem Thema der Neu- und Weiterentwicklung des Ruhrgebiets.
Bodo Hombach eröffnete die Pressekonferenz am Mittag und forderte „intellektuelle Kraft, innovatives Denken und inspirierende Visionen“ fürs Ruhrgebiet. Dazu solle die Konferenz ihren Beitrag leisten. Im Bottroper Fachforum lobte Bodo Hombach InnovationCity als wohl bedeutendstes Referenzprojekt für Innovationen im Ruhrgebiet. Bei der Eröffnung der Abendveranstaltung benannte er mit den Stichworten Energiewende, IT-Gipfel und Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft die wichtigsten Herausforderungen für die Ruhrregion, denen sich der Initiativkreis Ruhr verschrieben hat. Daneben wolle der Kreis auch einen Beitrag dafür leisten, dass sich Finanz- und Realwirtschaft zum Wohle des „Projekts Europa“ wieder begegnen. In seinen Schlussworten formulierte Bodo Hombach die Ansprüche für einen Neuanfang im Ruhrgebiet: Aufbruchstimmung, Flexibilität, Mut und den Willen zu Dialog und Aufklärung.
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Skandal und Justiz (Die Opfer)
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 13. Dezember 2011.
Bodo Hombach fragt, ob die Justiz bei Skandalen geeignete Maßstäbe und Werkzeuge hat, und wie es den Skandalopfern in den Gerichtsprozessen ergeht. Anhand seiner Leitfragen beleuchtet er historische Justizverfahren und -skandale wie etwa das Urteil über Wilhelm Voigt, der als „Hauptmann von Köpenick“ sogar zu literarischem Ruhm kam. Bodo Hombach erkennt im Verhältnis von Skandal und Justiz sechs „Problemzonen“, die er mit weiteren Beispielen verdeutlicht: 1. Nicht jeder Skandal ist justiziabel. 2. Bei großem öffentlichen Interesse werden Gerichte leicht in den Verdacht gebracht, parteiisch zu urteilen. 3. Die Beweisaufnahme wird immer wieder von leidenschaftlichen Positionskämpfen überlagert. 4. Skandalprozesse leiden unter großem Medieninteresse. 5. Die besondere Situation im militärischen Bereich. 6. Der Schaden der Skandalopfer ist kaum quantifizierbar. Oft reiche der „Gerechtigkeitsbedarf der Öffentlichkeit“ weiter, als ihn das Gericht erfüllen könne. Bei den Verfahren ginge es nicht allein um die Feststellung von Unrecht, sondern immer auch um die Einsicht, dass jede Straftat – aber auch jedes Fehlurteil und jede Rechtsbeugung – die ganze Gesellschaft zum Opfer mache.
Skandal in und durch Medien
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 29. November 2011.
Skandalöses an den Tag zu bringen, sei kein mediales Phänomen der neueren Geschichte, so Bodo Hombach in seinem Vortrag. Medienskandale seien so alt wie die Medien selbst: Seien es früher vor allem Bücher und Streitschriften gewesen, deren Inhalt von bestimmten Gruppen als skandalös empfunden wurden, hätten diese Rolle zunehmend Zeitungen und Zeitschriften, später dann auch Fernsehen und zuletzt auch das Internet übernommen. Skandalöse Ereignisse aufzudecken gehöre, so Bodo Hombach, zu den wichtigsten Aufgaben einer freien Presse. Doch die inflationäre Nutzung des Begriffes Skandal durch die boulevardisierte Presse und die so erzeugte „permanente Empörung“ der Öffentlichkeit berge Gefahren: Für die Aufklärung echter Skandale bleibe keine Zeit, zu schnell rücke der nächste „Skandal“ in die Öffentlichkeit – der sich dann aber viel zu oft als Luftnummer herausstelle. Bodo Hombach fordert die Medien deshalb auf, verantwortungsvoll mit ihrer Macht als Meinungsmacher umzugehen und stellt zehn Regeln auf, die an jeder Bürowand eines Medienmachers hängen sollten.
Die Flamme – nicht die Asche
Statement von Bodo Hombach für das Pressegespräch der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur zum Thema „Zollverein und die industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ – Ein Vorschlag zur Fortschreibung der deutschen Anmeldeliste für das Unesco-Welterbe in Dortmund am 28. November 2011.
Als Moderator des Initiativkreises Ruhr unterstützt Bodo Hombach die Stiftung Industriedenkmalpflege bei ihrem Vorhaben, die „maßgeblichen Industriedenkmäler des Reviers“ als Unesco-Weltkulturerbe vorzuschlagen. Das Ruhrgebiet wolle Inno-vationsland werden und gleichzeitig Produktionsstandort und Energieregion bleiben. Orte, die Weltkulturerbe seien, – das zeige das Beispiel der Zeche Zollverein – weckten dafür internationales Interesse.
Das Ruhrgebiet erfindet sich neu
Rede von Bodo Hombach bei der Kemnader Tafelrunde der Initiative Kemnader Kreis in Hattingen am 24. November 2011.
Bodo Hombach blickt auf den Strukturwandel im Ruhrgebiet. „Wunde Stellen“ will man dabei nicht nur kosmetisch behandeln, das Ruhrgebiet will sich neu erfinden und neue Wege beschreiten. Bodo Hombach weist hier auch auf den Vorschlag von Evonik-Vorstandschef Dr. Klaus Engel hin, den Solidaritäts-zuschlag in einen Euro-Soli umzuwidmen. Im Ruhrgebiet müssten sich viele Städte verschulden, um Schulden zu bezahlen. Da wäre ein Soli für das wichtige Euro-Projekt plausibler. Vor dem Hintergrund der europäischen Integration plädiert Bodo Hombach dafür, mehr Kooperationen und Netzwerke im Revier zu ermöglichen: Man müsse für einander nützlich sein, lieben könne man sich später. Kluge Wirtschafts- und Kulturförderung sollte sich dafür an drei zentralen Feldern orientieren: Innovation, Kooperation und Identifikation.
No more TINA
Bodo Hombach zum Soli-Vorschlag von Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, im November 2011.
Bodo Hombach reagiert als Moderator des Initiativkreises Ruhr auf den Vorschlag von Dr. Klaus Engel, die Bundesregierung solle den Solidaritätszuschlag umwidmen. Dr. Klaus Engel regt an: Statt den neuen Bundesländern solle der Soli künftig Europa zu Gute kommen, etwa durch den Aufbau eines Euro-Lastenfonds. Das begrüßt und unterstützt Bodo Hombach, der in dem Vorschlag etliche Vorteile sieht: Der Euro-Soli bringe zum Beispiel Geld in klamme Kassen, sei eine Art Marshall-Plan für Europa und Dank für Vertrauen und Solidarität der Nachbarländer, die zur Wiedervereinigung beigetragen hätten.
Politischer Skandal und Parlamentarischer Untersuchungsausschuss
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 15. November 2011.
Bodo Hombach widmet sich der Rolle, die politische Skandale und der Umgang mit ihnen im „Kräftefeld von Normen, Verfassungsorganen und Gesellschaft“ heute spielen. Mit einem Exkurs zum griechischen Scherbengericht macht er zunächst deutlich, dass der Einsatz eines Untersuchungsausschusses in der Demokratie auch heute ein Instrument zum Erhalt der „Spannkraft des Systems“ ist. Bodo Hombach beschäftigt sich zudem mit der Rolle der Medien: Aufdeckung und Verlauf politischer Skan-dale seien aufs Engste mit ihnen verbunden. Die freie Presse sei substantiell für das Funktionieren der demokratischen Gesellschaft. Maßloses Skandalisieren, Boulevardisieren und Kommerzialisieren berge allerdings große Gefahren. Als „Ernstfall“ könne der politische Skandal der Gesamtgesellschaft ihre Normen und Werte – grade durch die Verletzung der Grundregeln – bewusster machen.
Wie lange wird es noch Zeitungen geben?
Rede von Bodo Hombach beim 152. Unternehmertreff des Netzwerks Zenit e.V. in Mülheim an der Ruhr am 10. November 2011.
Für Bodo Hombach ist die Frage, wie lange es noch Zeitungen geben wird, leicht zu beantworten: "Solange sie gelesen werden." Er formuliert die Fragestellung aus einem anderen Blickwinkel neu: "Gibt es in Zukunft noch guten Journalismus?" und "Welche Art Zeitung ist es wert, dass es sie künftig noch gibt?". Seine Expertise und Argumente für den Fortbestand der Zeitungen formuliert Bodo Hombach in sieben Thesen, die unter anderem das Leserbild, die Kontrollfunktion der freien Presse und ihre Selbstkontrolle wie auch die Glaubwürdigkeit guter Zeitungen umfassen. Ein kritischer Blick fällt auf die Entwicklungen im Digitalbereich. Vor diesem Hintergrund hätten Zeitungsmacher und Medienhersteller erkannt: "Sie produzieren keine Gefäße, sondern Inhalte." Das Gefäß werde vom Nutzer bestimmt.
Das Paradox vom Manager
Essay von Bodo Hombach anlässlich der Verabschiedung in den Ruhestand von Rudolf Knepper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, am 4. November in Berlin.
Bodo Hombach würdigt Rudolf Knepper als einen "notorischen ‚Anfänger’", der es sich zum Lebensmotto gemacht habe, immer wieder neu zu beginnen. In seinem Essay blickt Bodo Hombach auf die Fertigkeiten des "wahren Mangers", der weder Treiber noch Getriebener sei, sondern es verstehe, zum günstigsten Zeitpunkt bestmöglich vorbereitet zu sein. Der "echte Manager" bleibe ein Suchender und ständig in Bewegung – das verdeutlicht Bodo Hombach mit der "Parabel vom Fahrradfahren".
Industriepolitische Herausforderung für die Energieregion Rhein-Ruhr – bleibt das Ruhrgebiet in der Energiewende ein Produktions-standort? Das Modell InnovationCity als Chance.
Rede von Bodo Hombach vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung e.V. im Industrieclub Düsseldorf am 27. Oktober 2011.
Bodo Hombach zeichnet als Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR) den Weg nach, den das Energiewende-Projekt InnovationCity Ruhr in Bottrop bisher genommen hat: von der Ausschreibung bis zur Partnerkonferenz in der ehemaligen Zeche Prosper-Haniel II mit der Vorstellung der ersten Modellprojekte. Willy Brandts Wort vom "Blauen Himmel über der Ruhr" deutet Bodo Hombach so: "Ökologie und Ökonomie sind zwei Seiten einer Medaille". Der optimale Standort bringe beides zusammen. Bodo Hombach geht auf die Ergebnisse einer von der RAG-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie zum Potenzial der Ruhr-Region ein: Sie besagt, dass das Ruhrgebiet sich wirtschaftlich weiter positiv entwickelt und auch die Finanz- und Wirtschaftskrise gut überstanden hat. Seine Arbeitsmarktzentren seien – auch mit denen der regiona-len Nachbarn – gut vernetzt. Die Chancen der Ruhr-Region lägen also in Kooperation und übergreifender Netzwerkarbeit in der Wirtschaft – ein Grund für den Initiativkreis Ruhr einen Kooperationswettbewerb für Kommunen, Vereine und Verbände sowie Bürger ins Leben zu rufen.
Skandal schlechthin. Zur Definition öffentlicher Geheimnisse.
Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 18. Oktober 2011.
Bodo Hombach nähert sich dem Begriff „Skandal“ von verschiedenen Seiten. Er definiert ihn als ein Ereignis, das „die Sittlichkeit, die Traditionen, das sogenannte gesunde Volksempfinden attackiert“, als „Phänomen der Neuzeit“ und als „hochinteressantes Forschungsobjekt der Gesellschaft“. Jeder Skandal benötige unbedingt eine „öffentliche Bühne“ und sei deswegen „aufs Engste mit Presse und Medien“ verbunden. Bodo Hombach verweist auf die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die „eine dicht geknüpfte Kette von Skandalen“ sei und unterstreicht die Wichtigkeit einer freien Presse, die für eine Demokratie unverzichtbar ist.
Grußwort zur Eröffnung des „Salon de la vie“
Bodo Hombach als Moderator der Veranstaltung „Salon de la vie“ am 4. Oktober 2011 in Osnabrück
Bodo Hombach begrüßt als Moderator der Veranstaltung "Salon de la vie" Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski und lobt ihn für seinen Erfolg als Unternehmer und Konzerlenker. Bodo Hombach erzählt zudem, warum ihn der Bertelsmann-Buch-Club als Jugendlichen faszinierte und merkt staunend an, welche „Spannkraft heute noch – vielleicht auch wieder – in einem Familienunternehmen steckt".
Mut zur Qualität
Keynote von Bodo Hombach bei den 18. Österreichischen Medientagen am 27. September 2011 in Wien.
Bodo Hombach fragt, inwiefern das Normale und Alltägliche heute bereits Mut erfordert und stellt fest, dass Medienmacher „Mut zur Qualität“ unter Beweis stellen müssen. In acht Thesen formuliert Bodo Hombach gute Vorsätze für Qualitätsmedien: Sie bekennen sich zu ihren Lesern und Nutzern. Sie schwimmen gegen den Strom. Sie erfüllen ihre Aufgabe als Kontrolleure der Macht. Sie klären auf und bieten Orientierung in einer unübersichtlichen Welt. Sie setzen auf Diskurs und Dialog, üben sich in sensibler Selbstkontrolle und sind – schließlich – mehr wert als sie kosten. In einer kleinen Erzählung plädiert Bodo Hombach schließlich dafür, in widrigen und unübersichtlichen Zeiten unbeirrt aber achtsam den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, das Ziel im Auge zu behalten und sich dabei wechselnden Situationen anzupassen. Sein Schlusswort lautet: „Medien, die den Menschen nicht dienen, dienen zu nichts.“
"Vernünftiger und fairer Friedensschluss"
Bodo Hombach hat der Zeitschrift "trend" im Vorfeld der 18. Österreichischen Medientage ein Interview gegeben: Schwerpunkte des Gesprächs waren die Zukunft der Kronen Zeitung und der Qualitätsjournalismus in der heutigen Medienlandschaft. Erschienen ist das Interview am 26. September im "Medien Spezial 2011".
Grußwort & Resümee
Gruß- und Schlussworte von Bodo Hombach bei der InnovationCity -Partnerkonferenz am 2. September 2011 in Bottrop.
Bodo Hombach begrüßt als Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR) den Gastgeber und die Gäste der Partnerkonferenz für das Energiewende-Projekt InnovationCity. Dabei steht Bottrop als Modellstadt für das gesamte Ruhrgebiet, eine Energie- und Industrieregion, die nun auch Innovationsregion Nr. 1 werden will. Bodo Hombach nennt die Konferenz eine „Nehmer“-Konferenz: Das Leuchtturmprojekt ermöglicht Erkenntnisse und Erfahrungen sowie neue Spiel- und Gesellschaftsräume, von denen die Teilnehmer und Unterstützer auch profitieren können. Im IR sieht er ein „Kraftwerk der Firmen“ und Bündnisstifter – für die Energiewende.
Bodo Hombach bedankt sich bei allen Teilnehmern und Gästen. Nach der Konferenz stehe das Projekt InnovationCity zwar noch nicht auf der breitest möglichen Basis, wohl aber auf gesunden Beinen. Erste Ergebnisse: Das finanzielle Fundament der Startphase ist gesichert und man erarbeitet einen Masterplan. Jetzt entsteht eine gemeinsame Plattform für Projekte der regionalen Industrie. Hochschulen und Forschungsinstitute wollen das InnovationCity begleiten. Land, Bund und EU haben ihre Unterstützung zugesagt.
Herkules im Ruhrpott
Gastkommentar von Bodo Hombach über den tiefgreifenden Strukturwandel und die Energiewende im Ruhrgebiet. Erschienen im „Handelsblatt“ am 2. September 2011.
Bodo Hombach sieht das Ruhrgebiet vor einer wichtigen Zukunfts-entscheidung: Der größte Ballungsraum Deutschlands müsse zeigen, dass er mehr sei als „Ballung“ und „Raum“. Was mit Kohleförderung und Stahlerzeugung begonnen habe, sei mit Dienstleistung, Forschung, Bildung, Kultur und einer modernen Medienindustrie noch lange nicht zu Ende. Der Paradigmenwechsel in Sachen Energie werde das beispielhaft vorführen. Der Initiativkreis Ruhr mache die Stadt Bottrop zur „InnovationCity“ der Energiewende und erzeuge so privates Engagement und neue Beteiligungsstrukturen.
Grußwort "Wissenswelten Metropole Ruhr 2011"
Grußwort von Bodo Hombach bei der ersten internationalen Wissenschaftsmesse „Wissenswelten Metropole Ruhr 2011: regional verankert – global vernetzt“ des Wissenschaftsforums Ruhr am 15. Juli 2011 in der Dortmunder DASA.
Bodo Hombach betont, wie wichtig es ist, Wissenswelten miteinander zu verbinden, und erzählt von dem Hobby-Astronom Friedrich Wilhelm Herschel, der – entgegen aller Schulweisheiten des 18. Jahrhunderts – den Planeten Uranus entdeckt hat. Nur aufgrund Herschels Vorarbeit konnte der französische Astronom Le Verrier einen weiteren Planeten entdecken – den Neptun. Bodo Hombach zieht aus der Geschichte die Lehre, dass in dieser Welt alles miteinander zu tun habe und aufeinander einwirke. Wissenschaft sei immer zugleich lokal und global.
Über die Wirksamkeit von Werbung und Public Relations
Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 12. Juli 2011.
Bodo Hombach weist eingangs darauf hin, dass Werbung und PR zwar einen enormen Wirtschaftsfaktor bilden, die Mechanismen ihrer Wirksamkeit und der Ertrag des Werbeaufwands aber nicht eindeutig messbar seien. Es gebe keine Formel für den sicheren Werbeerfolg – eher für den sicheren Misserfolg. Mit Prägnanz, Konsistenz, Emotionalität und Brauchbarkeit nennt Bodo Hombach Faktoren, die den Erfolg zumindest fördern, und schließt zwölf Fragen an, mit denen man sich der Wirksamkeit von Werbebotschaften nähern könne. Den Unterschied zwischen PR und Werbung erklärt er so: „Werbung kümmert sich um Dinge und Personen. PR interessiert sich für die Zwischenräume.“
Grußwort "1000 Leben retten Ruhr"
Grußwort von Bodo Hombach bei der Präsentation der Halbjahresbilanz der Initiative "1000 Leben retten Ruhr" am 11. Juli in Essen.
Bodo Hombach ist als Moderator des Initiativkreises Ruhr (IR) Schirmherr der Initiative zur Darmkrebsprävention "1000 Leben retten Ruhr". Er lobt die Idee des Projekts und das Engagement der Initiatoren.
Trotz hoher Lebensqualität – nicht verbrauchte Energie ist die innovativste Energie
Grußwort von Bodo Hombach zur Fachtagung „Wege in die energieeffiziente StadtLandschaft Ruhr“ am 06. Juli 2011 in Bochum.
Bodo Hombach wirbt für einen offenen Umgang mit dem Thema Energie und Energiewende und fordert, Denkblockaden zu überwinden. Eine ergiebige Energiequelle sei eben auch ein bewusster Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Bodo Hombach mahnt aber auch: Wer immer auf alte, begrenzte und klimaschädliche Quellen setzen wolle, verzichte auf Chancen. Er plädiert dafür, Spielräume zu nutzen. Grenzen könnten auch wachsen. Statt „weg mit der Industrie“ könne Strukturwandel im Ruhr-Revier auch heißen: „Wir gehen den Weg mit der Industrie“. Unter dem Eindruck aktueller Krisen und der Atom-Katastrophe in Japan formuliert Bodo Hombach grundlegende Fragen und konstatiert: „Ein Denkmoratorium darf es nicht geben.“
Verabschiedung in den Ruhestand
Beitrag von Bodo Hombach zur Verabschiedung von Clemens Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft, in den Ruhestand am 30. Juni 2011 in Düsseldorf.
Bodo Hombach beschreibt Clemens Bauer in seinem Grußwort als einen besonne-nen Gesprächspartner. Er lege Wert auf den persönlichen und offenen Dialog und finde stets treffende Worte.
Der schöne Schaum
Bodo Hombach über die Einwirkung der Unterhaltung auf die Medien im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn, veröffentlicht am 30. Juni 2011.
Bodo Hombach spricht vom Unterhaltungsbedürfnis als „humane Konstante“ und „soziale Institution“ und stellt fest: „Der Unterhaltungsbegriff ist nicht scharf umrissen.“ Seitdem das Fernsehen in den 1950er Jahren seinen Weg in die deutschen Wohnzimmer gefunden hat, wurde es, so Bodo Hombach, für viele zum Parallel-Medium und die Fernbedienung machte die Menschen zum „Homo zappens“. Wie sehr ein auf Unterhaltung ausgerichteter Medienkonsum Einfluss auf die geistig-kulturelle Einwicklung des Nutzers nehme, sei umstritten. Gefördert werde aber rezeptives Verhalten. Bodo Hombach schließt mit einem Rückblick: Die Geschichte zeige – von Gladiatorenkämpfen bis zur Pracht- und Machtentfaltung der Royals – deutliche Beispiele für Unterhaltung als Herrschaftsinstrument.
Eröffnungsrede
Rede von Bodo Hombach zur Eröffnung der Kommunikationsagentur „Hill & Knowlton-Campus“ in der Fachhochschule Gelsenkirchen am 17. Juni 2011.
Bodo Hombach blickt in die Geschichte von Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit und untersucht, wie ihre Mechanismen Themen zum öffentlichen Gegenstand machen. Selbst historische Bauten wie Notre-Dame in Paris kommunizieren mit Kennern der Architektur. Mit der Erfindung des Buchdrucks begann die mobile Kommunikation. PR könne im tieferen Wortsinn sogar öffentliche Beziehungen in Form bringen. Bodo Hombach nennt den Initiativkreis Ruhr als Beispiel, der mit seinen Projekten das Ruhrgebiet als Ganzes repräsentiert und nach seinen Möglichkeiten neu formt. Mit Peter Sloterdijk appelliert er, Dinge neu zu betrachten, ihre Formen und Funktionen neu zu überdenken. PR und Medien sind für Bodo Hombach tragende Kräfte der politischen Kultur. Sie prägten die Gesellschaft. Die Medien hätten dabei außerdem die Funktion, die Flut von Informationen, Daten und Fakten in Form zu bringen.
Die Einwirkung der Werbewirtschaft auf die Medien
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 8. Juni 2011.
"Werbung ist Kommunikation, und Kommunikation ist meist Werbung." So bringt Bodo Hombach den Umstand auf den Punkt, dass Werbung allgegenwärtig ist. Und es habe sie immer gegeben, denn sie gehöre zu den "ursprünglichsten Regungen des Menschen". Wer seine Interessen kommuniziere und vertrete, werbe auch für sie. Bodo Hombach zeigt den Unterschied zwischen Propaganda und Werbung. An den Beispielen Corporate Identity und Corporate Social Responsibility verdeutlicht er schließlich, dass die Kommunikation von Haltung und Prinzipien heute Unternehmen zu Marken prägen soll. Im Speziellen bezieht sich Bodo Hombach auf die Wirtschaftswerbung, deren Botschaften seit der Erfindung der beweglichen Lettern von den Medien in immer rasanter werdender Geschwindigkeit verbreitet wurden. Welchen Einfluss die Werbewirtschaft auf die Medien hat, diskutiert Bodo Hombach in weiterführenden Thesen und wirft dabei auch kritische Fragen auf.
Einfluss der Wirtschaft auf die Medien
Rede von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 24. Mai 2011.
Bodo Hombach stellt die Frage, inwiefern die Wirtschaft gezielt Einfluss auf Medien nehmen können, und stellt einen Katalog möglicher Beeinflussungen auf: Unter anderem durch Drehverbote, Auskunftsverweigerung und „exklusive Selbstdarstellung“ können Unternehmen versuchen, sich kritisch fragenden Journalisten zu entziehen. Doch verkaufen sie sich „unter Wert und ganz gewiss ohne Erfolg“, wenn sie Kommunikation als Krieg verstehen, mahnt Bodo Hombach. Er fordert, dass Medien und Wirtschaft einander kennen lernen, denn beide seien „tragende Kräfte der politischen Kultur“.
Mit offenem Visier. Corporate Publishing und Unternehmens-PR
Rede von Bodo Hombach bei einer Tagung der Trurnit-Gruppe am 18. Mai 2011 in München.
Bodo Hombach beleuchtet die verschiedenen Arten des Corporate Publishing, frühe Formen und dessen Zukunft im Kommunikationszeitalter. Zweck von Corporate Publishing sei "pragmatische Kommunikation", die Verständnis und Vertrauen wecke und auf Glaubwürdigkeit und Relevanz abziele. Bodo Hombach wirbt dafür, dass Politik und insbesondere die Wirtschaft Corporate Publishing als "eine Art soziales Engagement" begreifen. Diese Kommunikation sei mittlerweile für alle Unternehmen mit nahezu jedem Medium möglich. Radio, TV und Video könnten heute ebenso Kanäle fürs Corporate Publishing sein, wie Newsletter, Mitarbeiterzeitschriften und Schwarze Bretter. Auch das Internet und die Blogospäre bieten weitere Möglichkeiten. Mit Unternehmensmedien werde mittlerweile sowohl nach innen als auch nach außen kommuniziert. Bodo Hombach: "Hier wächst eine neue Möglichkeit der Unternehmenskultur.“
Preisverleihung WR-Bürgerpreis
Grußwort von Bodo Hombach zur Verleihung des WR-Bürgerpreises am 16.5.2011
Bodo Hombach beschreibt den Gemein- und Bürgersinn im Wandel der Zeit. Ausgehend von dem Augsburger Kaufmann Jakob Fugger, der sich im 15. Jahrhundert für die Gesellschaft engagierte und früh „social responsibility“ übernahm, spannt Bodo Hombach den Bogen zur Gegenwart: Derjenige, der sich heute über das Zahlen seiner Steuern hinaus für das Gemeinwesen einsetze, sei „schon ein Besonderer“. In diesem Sinne lobt Bodo Hombach das Engagement der Firma „Springtec, Schrimpf & Schöneberg“, die Menschen mit Behinderungen „selbstverständlich“ einstellt und dafür mit dem WR-Bürgerpreis ausgezeichnet wird. Dem Beispiel des Hohenlimburger Unternehmens folgend, fordert Bodo Hombach, der öffentliche Raum müsse wieder ein Lebensraum werden, in dem „Bürgersinn gedeiht und selbstbewusste Zeichen setzt“.
Im Osten was Neues. Die „Thüringer Allgemeine“ auf ihrem Weg
Grußwort von Bodo Hombach zur Blattreform der „Thüringer Allgemeinen“, erschienen am 07.05.2011.
Der Relaunch der „Thüringer Allgemeinen“ (TA) umfasst gleich mehrere Reformen: eine neue Blattstruktur, ein neues Layout und die Ausweitung regionaler und lokaler Inhalte. „Mehr denn je ist die TA nun die Zeitung ‚ihrer’ Leser“, betont Bodo Hombach. Anhand von Leserwünschen und -befragungen ist die TA nun neu aufgestellt worden, um ihren Lesern Auge im Wirbelsturm der aktuellen Ereignisse, „tägliche Fitnesskur gegen Ahnungslosigkeit und Vorurteile“ und „Fingerübung für bürgerliche Freiheiten“ zu bleiben. So biete die „Thüringer Allgemeine“ verlässliche Information und Orientierung in einer unübersichtlichen Welt.
Die Einwirkung der Politik auf die Medien
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 2. Mai 2011.
Bodo Hombach beschreibt zunächst die Entwicklung der freien Presse in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute und betont ihre Bedeutung für eine demokratische Gesellschaft. Bodo Hombach veranschaulicht zudem, wie die Politik auf die Medien einwirkt, indem einzelne Journalisten „zur Hofberichterstattung verführt“ werden oder sich Parteipolitiker in den Aufsichtsrat öffentlich-rechtlicher Sender wählen lassen. Auch die Presse sei nicht vor „bedenklichen Fehl- und Übergriffen“ gefeit. Als eine Richtlinie führt Bodo Hombach an, dass eine Nachricht stets mit der gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und PR-Material mit gebührender Distanz betrachtet werden müsse. Schleichwerbung sei verboten, redaktionelle Veröffentlichungen dürften nicht durch private, geschäftliche oder parteipolitische Interessen beeinflusst werden. Insgesamt zieht Bodo Hombach ein positives Fazit der Entwicklung der Medien in Deutschland. Die Presse habe in der deutschen Geschichte ein „seltenes Maß an unabhängiger Berichterstattung behauptet“.
Ein herzlicher Geburtstagsgruß
Grußwort von Bodo Hombach zum 65. Geburtstag der "Westfalenpost" (WP). Erschienen in der WP am 26. April 2011.
Bodo Hombach gratuliert der Westfalenpost zum 65. Geburtstag. Er hält ein Plädoyer für ein Medium, das auch in der Zukunft verlässlich, ehrlich und kontinuierlich Auskunft gibt und gut recherchierte Sachverhalte sowie klug formulierte Meinungen serviert. Der WP ruft Hombach zu: "Die Zukunft der Zeitung ist die Zeitung der Zukunft.“
Ins Stammbuch geschrieben: Nachhaltigkeit im Journalismus
Festrede von Bodo Hombach bei der Verleihung des Nachwuchsjournalisten-preises der WAZ Mediengruppe und der Eckensberger Stiftung am 31. März in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel.
Bodo Hombach hält ein Plädoyer für nachhaltigen Journalismus. Dieser sei „die Entwicklung und Verstetigung einer politischen Kultur“ und zeige sich unter anderem im gewachsenen Vertrauensverhältnis zwischen Zeitung und Leser. Bodo Hombach benennt fünf Voraussetzungen für nachhaltigen Journalismus: Unabhängigkeit, Ausdauer, Professionalisierung, Verlässlichkeit und starke Strukturen.
10 Jahre Freunde Zollverein
Grußwort von Bodo Hombach bei der Jubiläumsfeier "10 Jahre Freunde Zollverein" am 23. März in Essen.
Bodo Hombach zitiert einen Geigenbauer, der erklärt, er stelle zwei Produkte her: das Instrument und den Klang. Auch der Initiativkreis Ruhr, dessen Moderator Bodo Hombach seit Januar ist, schaffe zweierlei. Als Firmen-netzwerk realisiere er zukunftsweisende Projekte, er trage aber auch zum "guten Klang" und zu guter Atmosphäre in der Region bei. In dieser sei die Zeche Zollverein mehr als "eine gigantische Kohlenschaufel" gewesen und heute "eine stolze Erinnerung an die Leistungen der vorigen Generationen". Die Stiftung Zollverein setze sich dabei auch für die Zukunft des Weltkulturerbes ein.
Eine Liebeserklärung zum Geburtstag
Grußwort von Bodo Hombach zum 65. Geburtstag der "Westfälischen Rundschau" (WR). Erschienen in einer Sonderveröffentlichung der WR am 18. März 2011.
Bodo Hombach gratuliert der "Westfälischen Rundschau" zum 65. Geburtstag. Er sieht in der Regionalzeitung ein Navigationssystem: Sie verschaffe Überblick über globale und lokale Geschehnisse, sie könne auswählen, abwägen und einordnen und ermögliche dadurch Information, Kommunikation sowie soziale Partizipation. Dabei sei die Zeitung außerdem ein "verlässlicher Lebenshelfer".
24. Dorstener Wirtschaftsgespräch
Rede von Bodo Hombach beim 24. Dorstener Wirtschaftsgespräch am 2. März 2011.
„Lokales und Globales sind keine Gegensätze“, so Bodo Hombach. Das erwachende Interesse an kommunaler Politik sei die richtige Konsequenz globalen Denkens. Die Bürger wollen nicht "überrumpelt" werden, sondern mitbestimmen und konstruktiv an politischen Prozessen teilnehmen. Nicht nur die politische Klasse, auch Journalisten müssten sich von den Bürgerprotesten angesprochen fühlen. Denn gerade der Lokaljournalist könnte das kommunikative und kommunale Klima enorm beeinflussen. Er beschafft und erschließt die Informationen, die der Bürger brauche, um teilzuhaben und mitzuwirken. Bodo Hombach kommt so zu dem Schluss: „Die Gesellschaft der Zukunft ist eine Dialoggesellschaft“.
RuhrGala
Rede von Bodo Hombach bei der RuhrGala des Initiativkreises Ruhr am 26. Februar 2011, in der Villa Hügel in Essen.
Bodo Hombach sieht den Initiativkreis Ruhr als „gelebte Verantwortung für Region und Gesellschaft“, Partner der Wirtschaft sind Politik und Wissenschaft. In diesem Sinne wirbt er auch für eine „Entgrenzung“ zwischen Rheinland, Ruhrgebiet und Sauerland mit der Ruhr-Region als Metropole und „Herz Europas“. Die Ruhr-Region ist für Bodo Hombach „ein Treibhaus für Ideen“, „eine Kontaktschmiede für Leute, die nach vorne schauen“ und eine Region der Fortschritte. Es gelte, ein Netzwerk zu knüpfen, um eine „Wertsteigerung“ der Region zu erreichen und den Wandel weiter voranzutreiben.
Herzlichen Glückwunsch!
Als Schirmherr sprach Bodo Hombach bei der Verleihung des Deutschen Weiterbildungspreises im Haus der Technik am 10. Februar 2011 in Essen.
Bodo Hombach gratuliert den Initiatoren und allen Beteiligten zur zweiten Verleihung des Deutschen Weiterbildungspreises, der im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Er würdigt die wichtige Auszeichnung – „Weiterbildung ist eine lebenslange Aufgabe und Chance“ – und fordert dazu auf, in einer Gesellschaft der Gegensätze neugierig zu bleiben und sich immer umzuschauen.
Medien und Public Relations – Symbiose oder Konflikt? Eine Grenzwertbestimmung
Vortrag von Bodo Hombach bei einem Colloquium im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn am 9. Februar 2011.
Bodo Hombach beschreibt "Medien und Public Relations als Schlüssel-phänomene der Moderne und der Zukunft": Medien als Voraussetzung für Teilhabe an der Öffentlichkeit, PR als Teil einer lebendigen Sozialkultur. Kritisch hinterfragt Bodo Hombach verschiedene Strategien der PR, steckt deren zulässiges Wirkungsfeld ab und zeigt auf, wie und wo der Journalismus den wichtigen Gegenpart spielt. Eine besondere Rolle erkennt Bodo Hombach in der Kommunikation über das Internet, die weitestgehend frei und unkontrolliert funktioniere. Er warnt aber vor Euphorie: Auch Re-gierungen und PR-Agenturen agierten im Netz und tarnten ihre Botschaften. Als eine wichtige Strategie der PR-Fachleute beschreibt Bodo Hombach das "Agenda Setting" und stellt dabei auch wichtige Rahmenbedingungen in Medien und Umwelt für das Funktionieren einer PR-Kampagne heraus. Der Adressat aller PR-Botschaften ist – trotz aller Bemühungen – eine nicht bestimmbare Variable: "Der Rezipient ist kein leeres Gefäß, in das man beliebige Inhalte füllen könnte." Besorgt weist Bodo Hombach auf eine Vermischung von Journalismus und PR hin. Er empfiehlt, sich die Arbeitsweisen der jeweils anderen nicht anzueignen, aber kennenzulernen und fordert kritische Distanz – auf beiden Seiten.
Neue Medien
Vortrag von Bodo Hombach im Rahmen der Reihe "Die Herausforderungen demokratischer Gesellschaften im 21. Jahrhundert" von NRW-Ministerpräsident a.D. Dr. Jürgen Rüttgers am 31. Januar 2011 an der Universität Bonn.
Bodo Hombach beschreibt das Internet und die weltweite Vernetzung als digitale Revolution. Er nennt sie einen "Quantensprung der Kommunikation" und zählt fünf Herausforderungen auf, vor die die neuen Medien und deren "grenzenlose" Möglichkeiten die Gesellschaft stellen: Entgrenzung des Raums, Entgrenzung der Zeit, Entgrenzung der Wirtschafts- und Arbeitswelt, Entgrenzung der Information sowie Entgrenzung privater Lebensräume. Die scheinbare Anonymität im Netz führe außerdem zu einem Verfall des Wertesystems. Angesichts dieser Herausforderungen in der Web-Welt erwartet Bodo Hombach von den Medien „Information, Bildung und Unterhaltung“, um die Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft zu ermöglichen.
Zivile Energie
Neujahrsansprache von Bodo Hombach am 27. Januar 2011 in Bottrop.
Die Menschen haben das vergangene Kulturhauptstadtjahr mit ihrer „zivilen Energie“ getragen, sagt Bodo Hombach. Energie, welche die Region jetzt weiter voranbringen könnte. Im Ruhrgebiet schlage „das Herz Europas“ und Bottrop, Gewinner des Initiativkreis Ruhr-Projekts „InnovationCity“, soll zu dessen Klima-Modellstadt werden. Bodo Hombach spricht sich gegen eine Verschmelzung der Region zu einer großen „Ruhrstadt“ aus. Das Ruhrgebiet sei ein kein homogenes Gebilde. Diese Vielfalt versteht er als Chance für „kluge Kooperation“.
Kosmisches Rauschen
Essay zum Thema Paid Content im "Handelsblatt", Ausgabe vom 6. Januar 2011
Bodo Hombach skizziert die Entwicklung von der Frühphase des Internets mit seiner Gratismentalität hin zu Paid Content-Angeboten. Die Nutzer mobiler und multifunktionaler Endgeräte zahlten heute, wenn überhaupt, für Relevanz, Orientierung, Meinung und Originalität. Paid Content habe aber eine Chance, wenn die Anbieter der Versuchung widerstehen, sich selbst zu kanibalisieren oder sich gegenseitig zu schädigen, statt um die besseren Lösungen zu ringen. Medienbetriebe müssten "verlorenes Publikum zurückgewinnen, indem sie ihr Terrain ausweiten und ihre Palette diversifizieren".